Göbekli Tepe im Südosten Anatoliens - eine archäologische Sensation! Nur ein Bruchteil dieser ersten von Menschenhand erbauten monumentalen Kultstätte ist bisher freigelegt. Über 10.000 Jahre lagen hier die ältesten Skulpturen in der Erde verborgen, rätselhafte Figuren und reliefgeschmückte Megalithpfeiler. Im Fruchtbaren Halbmond nördlich der syrischen Wüste wurde der Mensch sesshaft, hier ist die Wiege der Zivilisation. Im frühen Neolithikum entstanden feste Siedlungen, entwickelten sich Ackerbau und Viehzucht. In geschichtlicher Zeit haben Hethiter, Griechen und Römer in der Region ihre Spuren hinterlassen. Biblischer Boden in Urfa, der Stadt Abrahams. Im heutigen Antakya wurden die Anhänger Jesu zum ersten Mal „Christen“ genannt; durch das nördliche Zweistromland führt die Reise in das uralte christliche Siedlungsgebiet des Tur Abdin. Ein besonderes Erlebnis erwartet uns am Nemrut, dem Berg der Götter, mit gigantischen Kolossalstatuen des kommagenischen Herrschers Antiochus.
Dr. Markus Arnolds
- Eintrittsgelder etwa 30 €.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Flug nach Adana, Transfer zum Hotel, 1 Ü.
- 2. Tag
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Misis, Hierapolis, Karatepe
Im Gelände von Misis /Mopsuhestia, Sitz des Sehers Mopsos, römische Brücke über den Ceyhan; im kleinen Mosaikenmuseum auf altem Kirchenboden ein riesiges, die Arche Noah darstellendes Mosaik. Weiterfahrt zum hellenistisch-römischen Hierapolis mit beeindruckender Kollonadenstraße, christlicher Basilika, Thermal-Anlagen. Im Nationalpark Karatepe-Aslantaş spät-hethitische Burganlage: Stadttore mit außergewöhnlichem Reliefschmuck, Gottkönige, Streitwagen und Krieger, Hirsche, Löwenskulpturen. Kurzer Halt in Issos, dem Ort der Alexanderschlacht 333 v. Chr. 2 Ü in Antakya.
- 3. Tag
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Antakya, Seleukia Pieria
Antiochia war eine der reichsten Metropolen der hellenistisch-römischen Welt. Besuch der Grottenkirche St. Peter; hier soll sich die erste, vom Apostel Petrus gegründete Christen-Gemeinde versammelt haben. Charon-Relief am Felshang. Rundgang durch die osmanische Altstadt von Antakya, „Langer“ Basar. In Seleukia Pieria begann Paulus seine 1. Missionsreise; die durch den Felsen geschlagene Kanal-Tunnelanlage zeugt von römischer Ingenieurskunst, sie sollte die Versandung des Meereshafens vermeiden.
- 4. Tag
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Mosaikenmuseum, Gaziantep
Das Museum von Antakya präsentiert die zweitgrößte Sammlung römischer Mosaiken weltweit: Boden- und Wandmosaiken mit mythischen Szenen, Göttern und Tieren aus Antiochia, Daphne und Seleukia. Spektakulär ist ein vor wenigen Jahren ausgegrabener figurengeschmückter Marmorsarkophag. Fahrt nach Gaziantep, Spaziergang durch die Altstadt, Aufstieg auf die Stadtfestung. 1 Ü in Gaziantep.
- 5. Tag
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Zeugma-Museum, Birecik, Urfa
Im Archäologischen Museum in Gaziantep kostbare Mosaikböden des von den gestauten Wassern des Euphrat überfluteten hellenistisch-römischen Zeugma. Weiter nach Birecik am Euphrat; Besuch der Waldrappstation. In Urfa, dem Edessa der Kreuzfahrer, soll Abraham auf dem Weg von Ur in Chaldäa ins Gelobte Land sein Lager aufgeschlagen haben. Heute leben in Urfa arabische, kurdische und türkische Muslime, griechisch-orthodoxe, armenische und römisch-katholische Christen sowie eine jüdische Gemeinde. Verweilen am Abrahamsteich mit seinen Heiligen Karpfen; Halil Rahman-Bethaus, Medresen, Alte Moschee. 2 Ü in Urfa.
- 6. Tag
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Urfa, Harran
Im Museum in Urfa neolithische Skulpturen und Kleinplastik von Göbekli Tepe und Nevalı Çori. Besichtigung restaurierter Stadtpaläste, Aufstieg auf die Zitadelle. Auf dem Weg nach Harran Besuch der Abraham-Einsiedelei, muslimische Wallfahrtsstätte, mit dem Grab Hiobs und der „Geburtsgrotte“ Abrahams. Harran, seit 5000 Jahren bewohnt, heute ein abgelegenes Trulli-Dorf, war spätbabylonische Reise- und Handelsstation mit einem Tempel des Mondgottes Sin. Im Ruinengelände Baureste der ältesten Universität des Morgen- und Abendlandes. Zurück nach Urfa, Bummel durch den Altstadt-Basar.
- 7. Tag
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Göbekli Tepe, Mardin
Die kreisförmigen Anlagen des neolithischen Kultplatzes am Göbekli Tepe sind von je zwei großen und mehreren kleinen Megalith-Pfeilern begrenzt. An Menschengestalten erinnern die bis zu fünf Meter hohen T-Pfeiler mit breitem Kopf und schlankerem Schaft. Mit Tierreliefs verzierte Pfeiler zeigen Schlangen, Füchse, Wildschweine, Vögel und Stiere. Auf dem Hochplateau des Tur Abdin, dem „Berg der Knechte Gottes“, wird außer Kurdisch, Arabisch und Türkisch noch Aramäisch, die Sprache Jesu, gesprochen. Malerisch liegt Mardin mit seinen schönen Kalksteinhäusern, Kirchen, Moscheen und Medresen am Berghang unter der Festung; Glockenläuten mischt sich mit dem Ruf des Muezzins. Besuch von St. Michael, Bischofskirche, Alter Moschee und Basar. 2 Ü in Mardin.
- 8. Tag
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Mardin, Deir Az-Zafaran
Besuch des Museums in einem alten Stadtpalast und der Medresen aus dem 12. bis 15. Jh., darunter die Zinciriye mit gestreiften Kuppeln. Fahrt zum syrisch-jakobitischen Kloster und Patriarchatssitz Deir Az-Zafaran, ein im 4. Jh. umgebauter Tempel des Mondgottes Sin mit schönen Arkaden, Innenhöfen und Kirchen; Mosaike aus dem 4. Jh. Das Kloster besitzt eine der ersten Bibeln. Höhlen in der nahen Felswand boten den christlichen Wanderpredigern des 2. Jh.s Schutz.
- 9. Tag
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Dara, Nisibis
Fahrt nach Süden in Richtung syrische Grenze. Abstecher zur Ruinenstätte des oströmisch-byzantinischen Dara Anastasioupolis in der Nähe des Dorfs Oğuz, von Kaiser Justinian als Festung gegen die Perser ausgebaut. Die Schule von Nisibis, der heutigen Grenzstadt Nusaybin, seit dem 10. Jh. v. Chr. bewohnt, war in der Spätantike akademisches Zentrum und später geistlicher Mittelpunkt der syrisch-orthodoxen Kirche. Wir besichtigen Jakobuskirche (4. Jh.), Zeynel Abidin-Moschee und alte Türben. Weiter nach Midyat, 2 Ü
- 10. Tag
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Midyat, Mar Gabriel, Hah
Midyat, Stadt der Silberschmiede, ist Sitz eines aramäischen Metropoliten; mittelalterliche Architektur, zahlreiche Kirchen und Moscheen. Über 80 Klöster gab es im Mittelalter im Tur Abdin - mit den Raubzügen der Kreuzfahrer begann für die monophysitischen Christen die Zeit der Verfolgung. Das Doppelkloster Deir Mar Gabriel (4./5. Jh.) ist heute das wichtigste Kloster der Region. Hah, seit 3000 Jahren bewohnt, war Königs- und Bischofsstadt. Für die Aramäer gilt die Muttergottes-Kirche, Wahrzeichen des Tur Abdin, als älteste Kirche der Christenheit.
- 11. Tag
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Hasankeyf, Silvan
Die Festungsstadt Hasankeyf, an einer Engstelle des Tigris von den Römern angelegt, ist akut von der Überflutung durch einen Stausee bedroht. Aufstieg auf die Zitadelle mit den Palastruinen aus dem 12. Jh. hoch über dem Fluss, weiter Blick über den Tigris. In Silvan, im 5. Jh. als Martyropolis gegründet, sehenswerte Hauptmoschee, Malabadi-Brücke über den Fluss Batman, eine architektonische und statische Meisterleistung aus dem 12. Jh. 2 Ü in Diyarbakır.
- 12. Tag
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Diyarbakır
Diyarbakır, das römische Amida, ist auf einem dunklen Basaltplateau erbaut; eine zehnbogige Brücke überspannt den Tigris. Stadtrundgang entlang der im 4. Jh. errichteten Mauer um die Altstadt mit Zitadelle, Bastionen, 72 Wehrtürmen, reliefgeschmückten Stadttoren. Besichtigung der Behram Pascha- und der Großen Moschee, einer alten Pfeilerbasilika, der Marienkirche, eines Museumshauses und einer Karawanserei.
- 13. Tag
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Arsameia, Nemrut
Mit der Fähre über den Atatürk-Stausee. Von Kahta zum Karakuş Tepe, Grabtumulus der Mutter des kommagenischen Königs Mithridates; bemerkenswert die Adler-Säule. Über die von Septimius Severus über den Fluss Cendere gebaute Chabinas-Brücke, Halt an der mamelukischen Festung Yeni Kale. In der kommagenischen Residenz von Arsameia am Nymphenfluss Tunnel, Felsen-Inschrift und Felsrelief von König Antiochos I. und Herakles. 1 Ü in einfacher Unterkunft unterhalb des Berggipfels.
- 14. Tag
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Nemrut-Gipfel, Gaziantep
Vor Sonnenaufgang Aufstieg auf die 2150 m hohe Bergkuppe, dem „Thron der Götter und Herrscher“ über der letzten Ruhestatt Antiochos I. (1. Jh. v. Chr.). Auf den Kultterrassen gigantische Reliefstelen der Götter des griechischen und persischen Pantheons und des vergöttlichten kommagenischen Herrschers. Rückfahrt nach Gaziantep. Bummel durch den Altstadt-Basar; in den Schmiede-Werkstätten verkauft man kunstvolle Kupfer- und Messingarbeiten. 1 Ü.
- 15. Tag
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Rückreise
Transfer zum Flughafen Gaziantep, Rückflug.