
Abwechslungsreich sind die Landschaften im Hochland Zentral-Anatoliens. Sie reichen von den weiten Steppen mit Salz- und Süßwasserseen über die fantastische Erosionslandschaft Kappadokiens mit ihren bizarren Tuffkegeln, tief eingeschnittenen Tälern und erloschenen Vulkanen bis zu den Waldgebieten des Taurusgebirges. Weit nach Westen ist hier die asiatische Vogelfauna vorgedrungen mit Arten wie Wüstenregenpfeifer, Rotflügelgimpel, Steinbraunelle oder Kaspisches Königshuhn. Interessant sind auch Türkenammer, Schneefink, Rotstirngirlitz, Ohrenlerche, Würgfalke, Sandflughuhn und Weißkopfruderente. Kappadokien ist Jahrtausende altes Kulturland. Schon früh haben Menschen Wohnstätten in die Felsen gehöhlt. Die frühen Christen sowie später die Byzantiner schlugen Klöster und Kirchen in die Tuffkegel und schmückten sie mit Fresken. Wir werden Felsenkirchen, faszinierende unterirdische Städte und Zeugnisse seldschukischer Baukunst sehen.
Ausgangspunkt der 12 Tagesexkursionen dieser Reise ist das Gästehaus Kappadokien in Mustafapaşa bei Ürgüp oder eine andere Unterkunft der Umgebung. Die Tour eignet sich gut als COMBI-Reise für Partner mit unterschiedlichen Interessen, die trotzdem gerne zusammen verreisen möchten: zeitgleich zu den Exkursionen bieten wir KulturWander-Programme an. Auch eine Ballonfahrt kann hinzu gebucht werden.
Etwa 15-28 ºC, Regenschauer möglich.
Leichte Wanderungen, gute Wege, normale Kondition / Wanderzeit ca. 3-5 St. / Höhenunterschied max. 400m
- Eintrittsgelder etwa 20 €.
- Reiserücktrittskosten-Versicherung empfohlen.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Flug nach Kayseri; Transfer nach Mustafapaşa.
- 2. Tag
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Gartenoase Yeşilhısar
Wanderung durch üppige, bewässerte Gärten. Hier konzentriert sich in der sonst baumlosen Steppe ein reiches Kleinvogelleben mit Wiedehopf, Zwergohreule, Blauracke, Blutspecht, Neuntöter, Schwarzstirnwürger, Blassspötter und Beutelmeise.
- 3. Tag
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Tal von Soğanlı
Überquerung eines Passes zwischen Şahinefendi und Güzelöz in etwa 1600 m Höhe, von der Hochfläche geht es etwa 400 m abwärts. Trotz dieser geringen Höhenlage kommen hier viele Gebirgsvogelarten vor. Festgestellt haben wir Kaiseradler, Ohrenlerche, Schneefink, Rotflügelgimpel, Steinsperling und Schmutzgeier. Wanderung durch das Erosionstal von Soğanlı mit Felsenkirchen und frei stehenden Kuppelkirchen, die in hohe Tuffkegeltürme gehauen sind. Bei früheren Exkursionen konnten wir hier Würgfalke und Felsensteinschmätzer beobachten.
- 4. Tag
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Göreme, Çavuşin, Ortahisar
Im berühmten Tal von Göreme, UNESCO-Weltkulturerbe, besuchen wir einige der schönsten freskenbemalten Felsenkirchen Kappadokiens. Kleinere Wanderungen durch verschiedene Täler der Tuffsteinlandschaft. Çavuşin wird von einem steilen, verwitterten Wohnfelsen überragt; Ortahisar liegt malerisch am Fuß eines hohen Burgfelsens. In den Erosionstälern sind Blaumerle, Mittelmeersteinschmätzer, Nachtigall und Pirol zu finden.
- 5. Tag
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Erciyes-Hochlagen, Kayseri
Felspartien, tief eingeschnittene hochalpine Täler, sanfte Matten sind die Lebensräume am fast 4000 m hohen ruhenden Vulkan Erciyes, in denen wir heute beobachten, u.a. Steinadler, Misteldrossel, Steinbraunelle, Wasserpieper. Da die Anreise weit ist, machen wir unterwegs mehrere Beobachtungsstopps.
- 6. Tag
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Derinkuyu, Nar Gölü
Besichtigung der unterirdischen Stadt Derinkuyu mit ihrem weitläufigen Tunnel- und Raumsystem in acht bisher freigelegten Stockwerken. Fahrt zum Nar Gölü, „Granatapfel-See“. Wanderung am Rand des erloschenen Vulkans, in dessen Krater der kleine See mit heißen Quellen im Uferbereich liegt. Weißkehlsänger, Sandflughuhn, Adlerbussard und Blaumerle sind nur einige der Arten, die hier zu erwarten sind.
- 7. Tag
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Großer Salzsee Tuz Gölü
Fahrt nach Westen in das riesige abflusslose Becken Zentralanatoliens, in dem der große, aber sehr flache Tuzgölü liegt. Wir finden Kalander- und Kurzzehenlerche, eventuell Triel, in den Siedlungen Rötelfalken und an den steilen Felswänden am Ostrand des Sees vielleicht Schmutzgeier. Exkursionen an mehreren Stellen des Seeufers. Rost- und Brandgänse, Säbelschnäbler, Lachseeschwalben, Seeregenpfeifer, Stummellerchen und Sandflughühner kommen hier vor.
- 8. Tag
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Uzengi-Tal
Von Ayvalı aus führt ein Ziegenpfad an einem Bach entlang durch das eindrucksvolle Erosionstal von Uzengi mit märchenhaften Erosionsformen, Höhlenwohnungen in steilen Felswänden und natürlichen heißen Mineralquellen. Steinsperling, Blut und Kleinspecht, Nachtigall, Pirol, Schwanz- und Blaumeise sowie Seidensänger sind nur einige der hier vorkommenden Arten.
- 9. Tag
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Avanos, Kızılırmak-Ufer
Fahrt in die Kleinstadt Avanos. Hier wird in zahlreichen Felsgewölben nach traditioneller Art getöpfert. Nach dem Besuch einer Töpferwerkstadt Wanderung am Kızılırmak-Fluss entlang, der mächtige Lagerstätten von feinem rotem Ton hinterlassen hat. Hier konnten wir Alpensegler, Balkanmeise, Schwarzstorch und Bienenfresser beobachten; Sand- und Kiesbänke sind der Lebensraum von Flussuferläufer und Flussregenpfeifer.
- 10. Tag
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Seyfe-Gölü
Auf dem Weg zum Seyfesee, einem interessanten, artenreichen, leicht salzigen Flachsee, bekommen wir eventuell die Bergkalanderlerche zu sehen. Exkursion durch einen kleinen Wald bis zur Verlandungszone. Neben vielen anderen Sumpf- und Wasservögeln gibt es im Bereich des Sees Spieß- und Weißkopfruderente, Flamingo, Armeniermöwe, Säbelschnäbler, Stelzenläufer, Wachtel und Ortolan.
- 11. Tag
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Taurusgebirge bei Çamardi
Frühmorgens Fahrt bis an den Fuß des höchsten Taurusberges, des fast 3800 m hohen Demirkazık bei Çamardı. Mit einem geländegängigen Fahrzeug geht es hoch bis in die Region, in der das schwer zu beobachtende Kaspische Königshuhn, Bartgeier, Steinbraunelle, Rotstirngirlitz, Steinrötel, Mauerläufer, Zippammer, Chukarhuhn, Zwergadler, Brachpieper und Ohrenlerche vorkommen.
- 12. Tag
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Schilfsee bei Ovacık
Exkursion an einem verschilften See im Gebiet der teilweise trocken gelegten Sultanssümpfe. Hier ist mit durchziehenden Rotkehlpiepern, Kolbenente und Bartmeise zu rechnen; an versalzten Stellen hat sich der Wüstenregenpfeifer angesiedelt. Auch der Purpurreiher kann hier beobachtet werden.
- 13. Tag
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Ihlara-Tal
Etwa 10 km lange Wanderung im märchenhaft schönen Canyon von Ihlara. Auf beiden Seiten des von Schatten spendenden Bäumen gesäumten Gebirgsflusses Melendiz steigen senkrecht die Felswände auf, in die freskengeschmückte Felsenkirchen gehauen sind. Mit Hausrotschwanz, Würgfalke und Maskenwürger ist zu rechnen, am Bach brütet die Wasseramsel.
- 14. Tag
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Zur freien Verfügung
Letzter Spaziergang im schönen Dorf Mustafapaşa, das viel von seinem griechisch-osmanischen Flair behalten hat, oder Einkäufe in Ürgüp.
- 15. Tag
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Abreise
Transfer zum Flughafen Kayseri, Rückflug nach Deutschland.