Mit seinen über 3000 Vogelarten ist Südamerika weithin als der „Vogelkontinent“
bekannt. In Venezuela wurden bis heute über 1.300 Arten in den unterschiedlichsten
ökologischen Gebieten nachgewiesen. Allein im Henri Pittier National-Park an der
Karibik leben über 550 Vogelarten. Auf unserer Tour besuchen wir vier ornithologisch
besonders interessante Regionen: die spektakulären hohen Anden im Westen, die
üppigen Regenwälder im Einzugsgebiet des Orinoco, die an der Küste gelegenen
Bergregionen im Norden sowie die ausgedehnten Sumpfgebiete und das Flach- und
Savannenland von Llanos im Landesinnern.
- Durch die Buchung dieser Tour unterstützen Sie Naturschutzprojekte in Venezuela.
- Wir empfehlen eine Reiserücktrittsversicherung.
Änderungen können jederzeit auftreten.
Die Änderungen des Reiseverlaufs behalten wir uns ausdrücklich vor, da zwischen Planung und Durchführung der Reise oft längere Zeiträume liegen.
- 1. Tag
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Anreise
Nach unserer Ankunft fahren wir zum Hotel Posada El Limon in Maracay am Rande
des Henri Pittier Nationalparks. Die beeindruckend lange Vogelliste des Parks
umfasst über 550 Arten, darunter über 30 Kolibri-Arten. Dieses 220.000 Hektar
große Wunderland reicht vom Nebelwald (1200 Meter) über verschiedene Habitate
bis hinunter zum Karibischen Meer.
- 2. Tag
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Henri Pittier Nationalpark, Forschungsstation Rancho Grande
Wir verlassen unser Hotel nach einem zeitigen Frühstück, um an der berühmten
Ocumare Straße Vögel in der Morgendämmerung zu beobachten. Anschließend
besuchen wir die weltbekannte biologische Forschungsstation Rancho Grande.
Dort werden wir Waldpfaden folgen, um nach scheuen Vögeln wie
Venezuelawachtel, Zimtbrauen-Blattspäher, Graukehl-Laubwender,
Venezuelan Antvireo, Schwarzkehl-Ameisendrossel, Braunrücken-Ameisenpitta,
und mit etwas Glück Bischofstaube Ausschau zu halten. Wir hoffen auf einen
gemischten Vogelschwarm von endemischen Hartlaubschmuckvögeln und
Gelbzügel-Borstentyrannen. Sobald die Sonne hoch genug am Himmel steht,
werden wir auf der Terrasse der Forschungsstation den Himmel nach dem
majestätischen Pracht- und Tyrannenadler, Schnee- und Schwarzbussard,
Blutohrsittich, Glanztrogon, Rostflügel-Borstentyrann und Schwalbentangare
absuchen. Neotropische Migranten und Kolibris können ebenfalls häufig von
unserem Aussichtspunkt aus gesehen werden. Zudem ist die Rancho Grande ein
hervorragender Platz, um Rote Brüllaffen und Dreifingerfaultiere zu
beobachten.
- 3. Tag
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Henri Pittier Nationalpark, Choroni Straße, Nebelwald
Heute werden wir vom Nebelwald aus entlang der berühmten Choroni Straße nach
Vögeln Ausschau halten. Unser Tag fängt mit einem Picknick am Nebelwald-Pass
an. Unsere Gelegenheit, um Arten wie Bindenschwanzguan, Blauzügelarassari,
Goldbauch-Schmuckvogel, Rotwangentangare und vielleicht der geheimnisvollen
Schwartz’s Fuchsdrossel zu begegnen. Den restlichen Tag über beobachten wir
Vögel im Nebelwald und in den Niederungen an beiden Seiten des Bergpasses.
- 4. Tag
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Henri Pittier Nationalpark, Turiamo Straße, Kakao-Plantage
Wir fahren entlang der Gebirgskette zur Turiamo Straße und zur kleinen
Ortschaft Cumboto. An einer der Kakao-Plantagen werden wir eine Picknickpause
einlegen, um nach Schwarzrücken-Ameisenwürger, Faden- und Lanzettschwanzpipra
und dem Venezuelatyrann Ausschau zu halten. Falls genügend Zeit bleibt,
werden wir die Karibische Küste erkunden, um Weißbauchtölpel sowie herrliche
Frigattvögel und Braunpelikane zu beobachten. Wir werden nach Fahlbaucheremit,
Rotbrüstchen, Blauflecktangare and Schwarzgesichtchen suchen.
- 5. Tag
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Henri Pittier Nationalpark, Flug nach Merida
Unseren letzten Morgen im Henri Pittier Nationalpark verbringen wir damit,
nach endemischen Vögeln und Raritäten, die wir noch nicht gesehen haben,
Ausschau zu halten. So könnten wir beispielsweise nach Helmhokko,
Bänderkreischeule (Megascops vermiculatus roraimae) an der Acumare
Straße oder Goldflügel-Ruderammer im weiter unten gelegenen Laubwald
suchen. Oder wir verbringen den Morgen einfach damit, Greifvögel zu
beobachten oder Kolibris und Tangaren auf der Terrasse der biologischen
Forschungsstation Rancho Grande zu photographieren. Nach dem Mittagessen
fliegen wir nach Merida, Venezuelas Pforte zu den Anden. Die Stadt liegt
in einem tiefen Tal umgeben von den höchsten Bergen des Landes: Pico Bolivar
und Pico Espejo, die beide über 4800 Meter hoch sind. Die Region spricht bis
heute durch ihr historisches Flair und ihre im Kolonialstil erbaute
Architektur viele Besucher an. Zunächst beziehen wir unsere Unterkunft
in der Posada Dona Rosa. Von hier aus fahren wir zu einer reizenden
Kaffee-Hazienda aus der Kolonialzeit, die 1500 Meter unterhalb des Pico
Bolivar liegt. Das Gelände bietet in den Abendstunden weitere Möglichkeiten
der Vogelbeobachtungen, u.a. Bänderkreischeule, Rostnachtschwalbe und
Rotbauchnachtschwalb.
- 6. Tag
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Pico Humboldt Trail
Wir werden den Morgen mit Vogelbeobachtungen in den subtropischen und
montanen Regionen des berühmten Pico Humboldt Trail verbringen. Typische
Vögel der Region sind Rotkopfsittich, Schmalschwanzkolibri, Longuemare’s
Sonnennymphe, Heliodorelfe, Weißkopf-Wasseramsel, Ufertachuri und
Weißbartbuschammer zusammen mit einer schönen Auswahl an Tangaren und
überwinternden amerikanischen Waldsängern. Am Nachmittag werden wir in
der Nähe von Merida City Vögel beobachten und eventuell einen Zwischenstopp
an einem der lokalen Märkte einlegen.
- 7. Tag
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Nebelwald am Humboldt Trail
Wir werden zeitig zum Nebelwald am Humboldt Trail aufbrechen. In diesem
üppigen Wald, der – wie sein Name schon sagt – von Nebelschwaden durchzogen
wird, werden wir nach Andenguan, Glatzenkopfpapagei und Zwergamazone,
Goldbauchmusketier, Kammtrogon und Goldkopftrogon, Rostkappen- und
Graunacken-Ameisenpitta, Meridatapaculo, Grünrücken-Schmuckvogel
Halsbandhäher, Weißstirn-Waldsänger und Graukappen-Hemispingus suchen.
Dies ist zudem die beste Region, um den scheuen, einheimischen
Graurücken-Hemispingus zu erhaschen.
- 8. Tag
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Humboldt Trail, Santo Domingo Tal
Wir werden erneut den Humboldt Trail aufsuchen, um nach Arten zu suchen,
die wir noch nicht gesehen haben. Nach dem Mittagessen Fahrt durch
beeindruckende Landschaften und mehrere Anden-Dörfer. Ziel ist das
Hochland des spektakulären Santo Domingo Tals und unser dort gelegenes
Hotel. Eine gute Auswahl an Hochland Avifauna wächst direkt am Hotel.
- 9. Tag
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Erkundungen im Páramo
An diesem Morgen werden wir nach einem geruhsamen Frühstück aufbrechen.
Heute erkunden wir den hochgelegenen Páramo. Diese baumfreie Gegend, die
ungefähr 2400 Meter hoch liegt, weist eine einzigartige Flora auf. Die
Espeletia ist die hier vorwiegend gedeihende Pflanze. Typische Vogelarten
des Páramo sind Agula, Helmkolibri, Andenschlüpfer, Wyattschlüpfer,
Paramopieper und Bleiämmerling. Wir werden auch nach dem einheimischen
Meridazaunkönig Ausschau halten. Im Anschluss erklimmen wir den höchsten,
zugänglichen Gipfel der Anden (3900m), um den Andenkondor zu bewundern.
Am Laguna de Mucubaji, einem Gletschersee, haben wir Gelegenheit nach
Adenenten und Amerikanischen Meeresvögeln Ausschau zu halten.
- 10. Tag
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Santo Domingo Tal
Heute verlassen wir das Hotel und schlagen den Weg abwärts durch das Santo
Domingo Tal ein. Währenddessen wird es vielfältige Möglichkeiten zur
Vogelbeobachtung geben. Unser erster Stopp könnte zu Begegnungen mit
Orangekehl-Sonnennymphe, Perlenstachelschwanz, Andenschopfohr,
Tränenbergtangare, Meridahakenschnabel und einer Fülle von weiteren
kleinen Waldbewohnern führen. Später versuchen wir, die Sturzbachente
und eine Anzahl weiterer Arten, die für die montanen Niederungen typisch
sind (z.B. den Schwalbentyrannvogel), ausfindig zu machen. Wir verbringen
die Nacht in einem im Kolonialstil erbauten Hotel im ruhigen Dorf Altamira.
- 11. Tag
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Santo Domingo Tal, subtropischer Wald
Heute brechen wir früh auf, um den subtropischen Wald des Santo Domingo
Tales zu erkunden. Unser Ziel ist ein Balzplatz des Andenklippenvogels -
eine auffällig orange gefärbte Vogelart, die für ihr beeindruckendes
männliches Balzverhalten bekannt ist. In diesem herrlichen Wald, der
reich an Bromelia und Orchideen ist, werden wir nach mit Früchten
behangenen Bäumen suchen, um Schmuckvögel und Tangaren zu beobachten.
Wir werden ebenfalls nach Isidoradler, Goldkopfpapagei, Andenbartvogel,
Kammtrogon and Orangenkopfrupial Ausschau halten. Am Nachmittag Abstieg
in die trockeneren Habitate, um Fahlnacken-Glanzvogel,
Augenbrauen-Ameisenschnäpper und Weißkragenpipra zu beobachten.
- 12.-14. Tag
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Llanos, Wildpark Hato El Cedral
Am Morgen des zwölften Tages brechen wir zeitig auf, um in die Llanos,
die weiten Ebenen im Inland Venezuelas zu fahren. Hier, am Hato El Cedral,
einem 106.000 Hektar großen, privaten Wildpark, werden wir Bekanntschaft
mit einem der weltweit beeindruckendsten Naturschauspiele machen.
Die vielfältigen Ausflüge auf dieser Rinderzuchtfarm, die während
der drei Tage unternommen werden, bringen uns höchstwahrscheinlich
in Kontakt mit Wasservögeln wie Jabiru, Maguari- und Waldstorch, bis
zu sieben Ibis-Arten, Cocoireiher, Pfeifenreiher und Kappenreiher,
Marmorreiher, Hornwehrvogel, Witwen- und Kubapfeifgans, Orinocogans.
Wir haben zudem hervorragende Chancen Speerreiher, Zicktackreiher,
Hoatzin, Sonnenralle, Alplomadofalke, Kohlettyrann und Kappentachuri
zu sehen. Zudem weist Hato Cedral eine beeindruckend lange Liste von
300 weiteren Vogelarten auf, die möglicherweise gesehen werden können,
wie etwa Rotbugara und Arkanga, Gelbklappenhokko, Rohrspottdrossel und
Weißbarttyrann. Nachtausflüge können zu Sichtungen von Texasnachtschwalbe,
Bindeschwanz- und Weißbauchnachtschwalbe und dem Maikong (Waldfuchs) führen. Zudem sollten wir auch Schwärme von Brillenkaiman, Anakonda zusammen mit Säugetieren wie Roter Brüllaffe, Krabbenwaschbär und rosafarbener Flussdelphin antreffen.
Unsere Unterbringung in Hato El Cedral erfolgt in ansprechend eingerichteten
und geräumigen Bungalows (jeder mit einem eigenen Badezimmer und Klimaanlage).
Im Speisesaal werden vorzügliche Mahlzeiten serviert und der hoteleigene
Swimmingpool steht uns während des ganzen Aufenthaltes zur Verfügung.
Am Ende eines langen Tages erwartet uns Unterhaltung durch die berühmten
venezuelanischen Cowboys, die Llaneros, die mit ihren Harfen, cuatros
(4-saitige Gitarren) und Maracas wunderschöne nationale Musikstücke zum
Besten geben.
- 15. Tag
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Abreise
Am frühen Morgen werden wir nach Barinas aufbrechen.
Innlandsflug Barinas - Caracas. Von Caracas aus Rückflug.
- 16. Tag
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Ankunft in Frankfurt